{"id":125,"date":"2012-04-23T21:35:35","date_gmt":"2012-04-23T19:35:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rettet-den-sozialstaat.de\/archives\/125"},"modified":"2012-04-23T21:35:35","modified_gmt":"2012-04-23T19:35:35","slug":"migrationsberatung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.rettet-den-sozialstaat.de\/?p=125","title":{"rendered":"Migrationsberatung"},"content":{"rendered":"\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.rettet-den-sozialstaat.de%2F%3Fp%3D125&amp;layout=standard&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height: 30px; align: left; margin: 2px 0px 2px 0px\"><\/iframe>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n<p>AWO Ludwigshafen:<br \/>\n\u201e Ein herzliches Willkommen in sieben Sprachen \u2013 Migrationsberatung bei<br \/>\nder Arbeiterwohlfahrt Ludwigshafen \u201c<\/p>\n<p>Der Fachdienst f\u00fcr Migration und Integration der Arbeiterwohlfahrt,<br \/>\nStadtkreisverband Ludwigshafen e.V. in der Maxstra\u00dfe, setzt bei der<br \/>\nErstberatung von Zuwanderern auf Mehrsprachigkeit.<\/p>\n<p>Frau M. bekam 2009 ihre erste Aufenthaltserlaubnis und wurde wie alle<br \/>\nNeuzuwanderer durch die Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde gleichzeitig zum Besuch eines<br \/>\nDeutschkurses, \u201eIntegrationskurs\u201c genannt, verpflichtet.<\/p>\n<p>Um heraus zu finden, ob sie mit dem Realschulabschluss aus ihrem<br \/>\nHeimatland in Westafrika in Deutschland ihren Traumberuf Erzieherin<br \/>\nlernen kann, besuchte sie mit einer Mitsch\u00fclerin aus dem Kurs die<br \/>\nBeratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt. Da sie zu dieser Zeit erst in<br \/>\nStufe 1 des Integrationskurses war und noch kaum Deutsch konnte, wurde<br \/>\nsie dort von einer Englisch sprechenden Beraterin unter die Fittiche<br \/>\ngenommen.<\/p>\n<p>Nach und nach wurden gemeinsam die zur Bewertung notwendigen Unterlagen<br \/>\nzusammengestellt, \u00dcbersetzungen in Auftrag gegeben und schlie\u00dflich das<br \/>\nganze Paket zusammen mit einem Lebenslauf an die richtige Beh\u00f6rde<br \/>\ngeschickt. Je nach Art des vorgelegten Abschlusses sind es n\u00e4mlich<br \/>\nverschiedene Stellen, die Bewertungen ausl\u00e4ndischer Bildungsabschl\u00fcsse<br \/>\nvornehmen.<\/p>\n<p>Im Laufe der Beratung fasste Frau M. mehr und mehr Mut, mit ihrer<br \/>\nBeraterin statt Englisch Deutsch zu sprechen.<\/p>\n<p>Diese Erfahrung machen die MitarbeiterInnen der AWO immer wieder und<br \/>\nfreuen sich sehr dar\u00fcber. Obwohl die KlientInnen sich immer noch<br \/>\nscheuen, ihre Anf\u00e4nger \u2013 Deutschkenntnisse Fremden gegen\u00fcber zu<br \/>\ngebrauchen, haben sie diese \u00c4ngste in der Beratungsstelle mit dem<br \/>\nvertrauten Gegen\u00fcber nicht. Im Gegenteil, sie nutzen die Gespr\u00e4che, um<br \/>\nihre aktiven und passiven Sprachkenntnisse zu testen oder sich<br \/>\nRedewendungen und Begriffe, die sie zum Beispiel bei Beh\u00f6rden oder von<br \/>\nNachbarn aufgeschnappt haben, erkl\u00e4ren zu lassen. Manchmal \u2013 wenn die<br \/>\nZeit nicht dr\u00e4ngt, weil im Vorzimmer noch mehr Ratsuchende warten \u2013<br \/>\nbesteht auch die M\u00f6glichkeit, auf Sitten und Gebr\u00e4uche in Deutschland,<br \/>\nregionale Unterschiede in der neuen Heimat oder auch auf Dialekte<br \/>\neinzugehen und solche Dinge zu erkl\u00e4ren. Gerade bei diesen Gespr\u00e4chen,<br \/>\nso eine Beraterin der AWO, entstehen oft \u00fcberraschende Einsichten und<br \/>\nerste, neue Heimatgef\u00fchle der Klienten.<\/p>\n<p>Schon nach einigen Monaten konnten die Beratungsgespr\u00e4che mit Frau M.<br \/>\nganz auf Deutsch gef\u00fchrt werden. Nach 600 Stunden Integrationskurs<br \/>\nbestand sie den Abschluss B 1, das Minimum zur Erteilung einer<br \/>\nunbefristeten Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis genannt, und<br \/>\ndanach mit 33 von 33 m\u00f6glichen Punkten auch den Einb\u00fcrgerungstest.<\/p>\n<p>Auf die Einb\u00fcrgerung wird sie allerdings noch eine Weile warten m\u00fcssen,<br \/>\ndaf\u00fcr sind weitere H\u00fcrden zu nehmen, so Holger Scharff, der Vorsitzende<br \/>\nder Arbeiterwohlfahrt. Mindestens acht Jahre muss man hier leben, die<br \/>\nExistenz muss gesichert sein, bis dahin ist es f\u00fcr Frau M. noch ein<br \/>\nweiter Weg.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist ihr Schulabschluss als guter Hauptschulabschluss<br \/>\nanerkannt worden, einen B 2 \u2013 Deutschkurs hat sie mit sehr gutem Erfolg<br \/>\nabsolviert und sie wartet auf die Zulassung zu einer Ausbildung als<br \/>\nHauswirtschafterin, eine weitere Stufe auf dem Weg zu ihrem Wunschberuf.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Team der Arbeiterwohlfahrt ist der Weg dieser Klientin ein<br \/>\ntypischer Fall. \u201eDurch die vielen Sprachen, in denen wir Erstgespr\u00e4che<br \/>\nanbieten k\u00f6nnen, haben wir einen direkten Zugang zu unseren Klientinnen<br \/>\nund Klienten. Auch wenn Familienangeh\u00f6rige \u00fcbersetzen, gehen die W\u00fcnsche<br \/>\nund Bed\u00fcrfnisse der Ratsuchenden selbst h\u00e4ufig unter\u201c, so die Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt hat bereits vor Jahren auf das<br \/>\nPrinzip der interkulturellen \u00d6ffnung gesetzt, das Beherrschen mindestens<br \/>\neiner weiteren Sprache au\u00dfer der deutschen ist Voraussetzung f\u00fcr eine<br \/>\nEinstellung als BeraterIn f\u00fcr MigrantInnen.<\/p>\n<p>So ist auch das Team in Ludwigshafen bunt gemischt: Frau Cellmer kommt<br \/>\naus Albanien und bietet Beratung auf Albanisch an, Herr Durusoy kam als<br \/>\nStudent aus der T\u00fcrkei, hat hier sein Diplom als Sozialwissenschaftler<br \/>\ngemacht und spricht bei Bedarf mit seinen Klienten auch T\u00fcrkisch, was<br \/>\n\u00fcbrigens von vielen Bulgaren und Makedoniern verstanden wird. Frau<br \/>\nPhilipp, die ebenfalls zum Studium aus Marokko kam, kann gleich mit drei<br \/>\nweiteren Sprachen aufwarten: sie spricht neben ihrer Muttersprache<br \/>\nArabisch auch \u2013 wie viele Menschen aus nordafrikanischen L\u00e4ndern \u2013<br \/>\nperfekt Franz\u00f6sisch und au\u00dferdem Spanisch.<\/p>\n<p>Frau Khanian Lish ber\u00e4t au\u00dfer auf Deutsch auch auf Englisch und T\u00fcrkisch.<\/p>\n<p>Alle MitarbeiterInnen der Arbeiterwohlfahrt beraten ihre Klientinnen und<br \/>\nKlienten nach den Prinzipien des \u201ecase-\u201c bzw. \u201eFall-managements\u201c , ein<br \/>\nSystem der Hilfe zur Selbsthilfe, das, wie im Falle von Frau M.<br \/>\ngeschildert, Schritt f\u00fcr Schritt zur Integration in die deutsche<br \/>\nGesellschaft f\u00fchrt.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.rettet-den-sozialstaat.de%2F%3Fp%3D125&amp;layout=standard&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height: 30px; align: left; margin: 2px 0px 2px 0px\"><\/iframe>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AWO Ludwigshafen: \u201e Ein herzliches Willkommen in sieben Sprachen \u2013 Migrationsberatung bei der Arbeiterwohlfahrt Ludwigshafen \u201c Der Fachdienst f\u00fcr Migration und Integration der Arbeiterwohlfahrt, Stadtkreisverband Ludwigshafen e.V. in der Maxstra\u00dfe, setzt bei der Erstberatung von Zuwanderern auf Mehrsprachigkeit. 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