Altenpflege ist keine Verschiebebahnhof

ASB Kreisvorsitzender Holger Scharff: „ Altenpflege ist kein
Verschiebebahnhof “

„ Immer dann, wenn Menschen in unseren Sozialsystemen Kosten
verursachen, ob als Arbeitslose oder Sozialhilfeempfänger denken manche
politisch Verantwortliche, man könne mit diesen Menschen den
Fachkräftemangel in den sozialen Berufen beheben „ so der ASB
Kreisvorsitzende Holger Scharff, „ Altenpflege ist aber kein
Verschiebebahnhof „ so Scharff weiter.

Für die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen sind Beständigkeit,
Professionalität und fachliche Kenntnisse unverzichtbar. Es ist
Angehörigen und Pflegebedürftigen nicht vermittelbar, warum ausgerechnet
in diesem Bereich ungelernte Menschen tageweise eingesetzt werden
sollten. Ein Vergleich mit ehemaligen Zivildienstleistenden bzw.
Bundesfreiwilligen ist auch nicht passend, da diese sich bewusst für
diesen Einsatz entscheiden, darauf intensiv vorbereitet werden und
zumindest ein Jahr im Einsatz sind. Man beachtet außerdem nicht, welch
negatives Signal es an die potenziellen Berufsanfänger in der
Altenpflege aussendet. „Altenpflege ist keine Aushilfstätigkeit, sondern
ein verantwortungsvoller Beruf. Er bedarf einer fundierten Ausbildung
und eines ausgeprägten Engagements für Menschen. Die Politik darf nicht
immer wieder Vorschläge machen, die signalisieren, dass jeder diesen
Beruf ausüben könnte“, sagt Jürgen Juchem Geschäftsführer des ASB
Ludwigshafen am Rhein. „Das wird den Fachkräften nicht gerecht und
erzeugt auch kein großes Interesse, sich in diesem Bereich zu engagieren.“

ASB Kreisvorsitzender Holger Scharff: „ Die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in der Pflege leisten eine großartige und
verantwortungsvolle Arbeit. Dafür haben sie eine gute Ausbildung und wer
diese Arbeit übernimmt auch eine innere Überzeugung. Dies können
Aushilfskräfte, die dazu noch durch eine Behörde gezwungen werden in der
Regel nicht haben und daher darf man sie auch nicht als Notlösung in der
Pflege einsetzen. „

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Bildungs- und Teilhabepaket

AWO und DPWV:
Holger Scharff: „ Bildungs- und Teilhabepaket muss auf den Prüfstand –
keine Haushaltssanierung mit Restmitteln „

„Gleiche Bildungschancen für Arm und Reich kann es nur geben, wenn das
Bildungs- und Teilhabepaket massiv verändert wird und auch der Zugang
massiv erleichtert wird „ so der Sprecher vom Paritätischen
Regionalverband und Arbeiterwohlfahrt Stadtkreisverband e.V.
Ludwigshafen am Rhein.

Zu viele bürokratische Hemmnisse beinhaltet das Bildungs- und
Teilhabepaket und verhindert damit, dass es wirklich bei den Kindern
ankommt so Scharff weiter.

Für viele Kinder gerade in Ludwigshafen müsste man durch dieses Paket
Deutschkurse finanzieren können, um ihnen dadurch einen guten
Schulanfang zu ermöglichen. Unabhängig vom Angebot der Schulen müsste
den Kindern bei Bedarf damit die Nachhilfe finanziert werden, damit die
Kinder im Unterricht folgen können. Diese Hilfe müsste den Kindern von
geringverdienenden Eltern genauso zur Verfügung stehen wie Kindern von
Hartz IV Eltern.

Das bisherige Verfahren, dass nur Kinder Nachhilfe erhalten, die kurz
davor stehen die Klasse wiederholen zu müssen ist schlichtweg
Geldverschwendung, da diese Nachhilfe nichts mehr nützt und der Schüler
zu 99 % das Klassenziel trotz kurzer Nachhilfe nicht erreichen wird.

Die Erstattung der Fahrtkosten zum Erreichen der Schule ist unter
bestimmten Voraussetzungen möglich. Auch dies so Scharff ist für die
Kinder nicht ausreichen, wenn sie vom Angebot einer
Vereinsmitgliedschaft oder des Musikunterrichts am Nachmittag teilnehmen
wollen. Ohne Fahrkarte für den ÖPNV können diese Kinder weder an einem
Vereinsleben teilnehmen noch in den Musilunterricht gehen. Für Verein
und Musikunterricht stellt sich dann auch oft die Frage, kann sich das
Kind ein Musikinstrument leisten oder das Handwerkszeug für den Verein.
Scharff: „ Auf jeden Fall brauchen sie eine Monatskarte für den ÖPNV um
diese Teilhabe überhaupt nutzen zu können. „

Immer wieder hört man auch, dass man bei Stadt oder Jobcenter bei der
Bewilligung von Leistungen Angst hat mit dem Rechnungshof in Konflikte
zu geraten.

Scharff: „ Nach unserer Auffassung fehlt sowohl vom Bund als auch vom
Land eine klare Arbeitsrichtlinie im Interesse der Kinder, wie die
Mittel des Bildungs- und Teilhabepakets ausgegeben werden dürfen. Das
Land Rheinland-Pfalz ist hier in der Verantwortung schnell eine
Richtlinie zu schaffen, die die Interessen der Kinder so berücksichtigt,
dass die Mittel auch ihr Ziel einer vernünftigen Teilhabe erreichen. Vom
Bund müssen die Vorgaben so geändert werden, dass weniger Bürokratie die
Eltern daran hindert einen Antrag für ihre Kinder zu stellen. „

Es ist derzeit unklar, ob die Restmittel zurückgeführt werden müssen
oder im Haushalt der Stadt Ludwigshafen verbleiben. Die in der Stadt
nicht ausgegebenen Mittel aus dem letzten Jahr müssen weiterhin den
Kindern zu Verfügung stehen, wenn sie nicht an das Land oder den Bund
zurückgeführt werden müssen. Die Restmittel dürften nicht zur
Haushaltssanierung eingesetzt werden.

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Wohnraum fehlt

AWO und DPWV:
Holger Scharff: „ Verbände der LIGA kritisieren seit Monaten fehlenden
bezahlbaren Wohnraum „

Zur Berichterstattung in der Rheinpfalz vom 16. Juni 2012 „ Zu wenig
Wohnraum „ nimmt AWO und Parität wie folgt Stellung:

Die Verbände der LIGA kritisieren seit Monaten den fehlenden bezahlbaren
Wohnraum in Ludwigshafen so der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt und
Parität in Ludwigshafen Holger Scharff.

Fast täglich kommen Menschen in unsere Beratungsstellen, die auf Grund
ihrer finanziellen Lage bezahlbaren und menschenwürdigen Wohnraum suchen
so Scharff weiter.

Die Ratsuchenden kommen oft aus dem Bereich von Hartz IV die eine
günstige Wohnung suchen müssen oder es sind Kleinverdiener, die eine
kleinere bzw. preisgünstigere Wohnung suchen müssen, damit sie
finanziell über den Monat kommen und die Miete bezahlbar ist. Die
vorhandenen nutzbaren Wohnungen sind belegt, andere kann man Menschen
einfach nicht als Wohnraum anbieten. Oft sollen hier die Mieter für
Renovierungen oder Sanierungen sorgen, damit sie eine günstigere Miete
haben, solche Geschäfte zahlen sich aber für Mieter nicht aus und sie
können es sich finanziell auch nicht leisten so Scharff.

Holger Scharff: „ Eine Wohnungsbaugesellschaft wie die GAG AG hat hier
eine gesellschaftliche Aufgabe, auch wenn sie sich immer damit
herausredet, dass sie eine Aktiengesellschaft ist, die dem Aktienrecht
verpflichtet ist – Eigentum verpflichtet auch und das Recht auf eine
menschenwürdige Wohnung haben alle, nicht nur die Käufer und Mieter von
Nobelwohnungen. „

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Sprachrohr für kleine Leute

„ Sprachrohr für die kleinen Leute und für Migranten / Innen „

Die Arbeiterwohlfahrt Stadtkreisverband Ludwigshafen e.V. ( AWO ) sieht
sich als Sprachrohr für die Kleinen und Schwachen in unserer
Gesellschaft und für die Menschen, die zu uns kommen, weil sie sich bei
uns eine neue Existenz aufbauen wollen – dabei wollen wir mit unserer
Migrationsberatung helfen, so der AWO Stadtkreisvorsitzenden Holger Scharff.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung sprach sich Sozialdezernent und
Bürgermeister Wolfgang van Vliet in seinem Grußwort für eine verbesserte
Teilhabe von behinderten Menschen in der Gesellschaft aus. Er machte
deutlich, dass er dies für wichtig hält, dass man damit aber kein Geld
einsparen kann, sondern dass dies Geld kosten wird. Für die Menschen ist
es aber auch wichtig sich entscheiden zu können, wie sie leben möchten.

In seinem Jahresbericht informierte der Stadtkreisvorsitzende Holger
Scharff sehr ausführlich über die Arbeit im Stadtkreisverband. Die
Beraterinnen und Berater in der Geschäftsstelle leisten eine ganz
engagierte Arbeit für die Migrantinnen und Migranten. Oft finden
Beratungen bis spät in die Abendstunden statt um den Menschen bei ihren
täglichen Fragen und Problemen zu helfen. Die Beratung der Migrantinnen
und Migranten beginnt bei ihrem eintreffen in der Stadt. So begleiten
wir die Menschen zur Ausländerbehörde, helfen beim ausfüllen der
unübersichtlichen Formularen, helfen bei ihrem Gang zum Jobcenter und
vieles mehr. In unserem bürokratischen Dschungel wären viele
ausländische Bürgerinnen und Bürger ohne unsere Hilfe verloren.

Die AWO Ludwigshafen beteiligt sich mit Caritas und Diakonie am
Modellprojekt „Integration verbindlicher machen„
Das Modellprojekt verfolgt drei Ansätze:

• in den Vereinbarungen werden konkrete Ziele, Maßnahmen und ein
Zeitplan festgelegt
• die Kommunikation und Zusammenarbeit von Behörden und Verbänden soll
verbessert werden
• die Arbeit der Modellstandorte wird wissenschaftlich begleitet und
ausgewertet

Der Modellversuch bindet derzeit viel Arbeitskraft in der Gremienarbeit,
die sich hoffentlich dann auch im Interesse der Menschen auszahlen wird.

Die AWO Ludwigshafen engagiert sich im Zusammenschluss der LIGA Verbände
innerhalb der Stadt Ludwigshafen. Innerhalb der LIGA versuchen wir die
sozialpolitischen Fragen von Ludwigshafen aufzugreifen um diese den
politisch Verantwortlichen näher zu bringen.

Die Verbände der AWO haben sich in einem Arbeitskreis „ AWO
Metropolregion Rhein Neckar „ zusammen geschlossen. Auch hier versuchen
wir gemeinsam die wichtigen sozialen Fragen in der Politik einzubringen.

Einen Schwerpunkt in der täglichen Arbeit vor Ort sind die vielen
offenen sozialen Fragen der Menschen. So fehlen auch in Ludwigshafen
genügend Wohnungen für Menschen, die sich nur kleine Mieten und
Nebenkosten leisten können. Es fehlen genügend Wohnungen für behinderte
Menschen. Wir müssen dafür sorgen, dass auch behinderte Menschen lange
Zeit in ihren Wohnungen bleiben können, dies spart auf Dauer gesehen
Geld für Heimplätze.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Asylunterkünfte in
Ludwigshafen müssen wir uns dafür einsetzen, dass es für solche
Unterkünfte gesetzlich vorgeschriebene Mindeststandards gibt in
Ausstattung, Größe, Lage und vor allen Dingen auch in Betreuungsfragen.
Hier ist der Bundesgesetzgeber gefordert für die Länder und Kommunen
soziale Rahmenbedingungen zu schaffen und diese auch zu finanzieren.

Scharff: „ Themen wie die Gesundheitsreform und deren Auswirkungen, das
ÖPNV Sozialticket, eine Verbesserung des Bildungs- und Teilhabepakets,
Kinderarmut, Altersarmut und vieles mehr wird uns leider auch in Zukunft
massiv beschäftigen.„

Die Diskussion über den „ Kommunalen Entschuldungsfond „ und dessen
Auswirklungen ist natürlich auch für die AWO Ludwigshafen ein Thema bei
der Jahreshauptversammlung gewesen. Informationen aus erster Hand
konnten daher die Mitglieder durch den Kämmerer und Beigeordneten Dieter
Feid erhalten. Feid informierte die AWO Mitglieder über die
Zusammenhänge des Kommunalen Entschuldungsfonds und machte deutlich,
dass wir in Ludwigshafen keine andere Möglichkeit haben, als sich daran
zu beteiligen, um wenigsten einen Teil der Zinsen zu sparen und auch
einen Teil der Schulden abtragen zu können.

Holger Scharff abschließend: „ Es gibt viele soziale Probleme in unserer
Stadt. Lasst uns daher nicht wegsehen oder weghören, sondern lasst uns
gemeinsam alles beim Namen nennen und deutlich machen, wo die Probleme
liegen. In unserer Gesellschaft haben wir kein Ausgabeproblem, sondern
wir haben ein Einnahmeproblem, weil die Verantwortlichen in der Politik
nicht den Mut haben starke Schultern mehr zu belasten als bisher.
Vermögenssteuer, Transaktionssteuer oder Erbschaftssteuer sind nur
einige der Möglichkeiten um die Einnahmen zu verbessern im Interesse der
Schwachen in unserer Gesellschaft. „

Weitere Infos zur AWO Ludwigshafen unter www.awo-lu.de

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Praktikanten nicht ausbeuten

AFA Landes- und Regionalvorstandsmitglied Holger Scharff:
„ Rechte für Praktikantinnen und Praktikanten stärken “

Viele junge Menschen suchen verzweifelt einen Ausbildungsplatz oder
danach einen Arbeitsplatz. Sie haben eine hervorragende Ausbildung und
gute Noten, trotzdem wird ihnen oft nur ein Praktikum angeboten und
danach sitzen sie wieder auf der Straße so das AFA Vorstandsmitglied
Holger Scharff.

Es hat sich eingebürgert, dass man junge Menschen mit einer
Praktikumsstelle einsetzt, arbeiten lässt, nicht oder nur mit einem
Taschengeld entlohnt und sie nach Ablauf des Praktikums wieder auf die
Straße setzt. Danach holt man sich wieder neue Praktikanten. So kann man
eine ganze Zeit die Arbeit im Betrieb mit ganz kleinen Kosten zu Lasten
von jungen Leuten erledigen lassen so Scharff weiter.

Wir brauchen für den Einsatz von Praktikanten in den Betrieben daher
klare gesetzliche Regelungen.

AFA Sprecher Holger Scharff:

Wir brauchen dringend
• Eine monatliche Mindestvergütung für alle Praktikanten / Innen
• die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen im Praktikum (Einhaltung
gesetzlicher Regelungen zu Arbeitszeiten, Überstunden, Urlaub etc.)
• die Begrenzung der Praktikumsdauer auf höchstens 4 Monate. Alles, was
darüber hinausgeht, ist in unseren Augen kein Praktikum mehr, sondern
Ausbeutung. Wer die Aussicht auf Übernahme stellt, muss spätestens nach
dieser Zeit die Arbeit des Absolventen beurteilen können.
• eine gesetzlich Positivdefinition der Arbeitsform „Praktikum“ und
damit eine klare Abgrenzung von Berufseinstiegsprogrammen.

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD unterstützt
daher mit ganzer Kraft die Forderungen der SPD Bundestagsfraktion mehr
Fairness beim Berufseinstieg und bessere Konditionen für Praktikanten /
Innen, die bisher von der CDU / FDP Regierung abgelehnt wurde.

Holger Scharff: „ Praktikanten / Innen dürfen keine billige
Arbeitskräfte für die Unternehmen sein, jeder der davon Kenntnis erhält
und selbst betroffen ist sollte sich öffentlich dazu bekennen und die
Gewerkschaften und Betriebsräte einschalten. Wir dürfen nicht zulassen,
dass junge Leute beim Berufseinstieg ausgebeutet werden. „

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Bildungs- + Teilhabepaket

Bildungs- und Teilhabepaket

AWO und DPWV:
Holger Scharff widerspricht Marion Schneid (CDU ) MdL –
Bildungs- und Teilhabepaket nicht in allen Bereichen erfolgreich

Die vielen Lobeshymnen auf das Bildungs- und Teilhabepaket kann man
nicht nachvollziehen – die Bürokratie schreckt ab so der Sprecher von
Arbeiterwohlfahrt (AWO ) und Parität SPD Stadtrat Holger Scharff.

Drei Beispiele dazu:

Gerade im Bereich Bildung zeigt es sich deutlich, dass das Bildungspaket
einen großen Mangel hat. Nachhilfeunterricht wird nur bezahlt, wenn das
Kind ausdrücklich so gefährdet ist, dass es das Klassenziel nicht
erreicht. Diese Unterstützung ist aber nicht ausreichend. Es müsste auch
Nachhilfe bezahlt werden, wenn es Schwierigkeiten mit der Sprache gibt.
Kinder schleppen sich mit schlechten Noten durch, erreichen gerade so
das Klassenziel. Im weiteren Verlauf der nächsten Klasse wird die
Wissenslücke immer größer, so dass dann das Klassenziel nicht mehr
erreicht wird. Zu diesem Zeitpunkt dann mit Nachhilfe zu beginnen ist
einfach zu spät. Nachhilfe muss von Anfang an muss bezahlt werden, nur
dann ist es für das Kind hilfreich.

Holger Scharff: „ Der Nachhilfeunterricht muss dann genehmigt werden,
wenn es die Schule für notwendig hält und nicht erst dann wenn das Kind
im Brunnen liegt. „

Ein weiterer Negativpunkt ist der Bereich Unterstützung bei Musikschulen
oder den Sportvereinen. Was nutzt die Zahlung des Beitrages,, wenn die
Eltern kein Geld haben um den Kind die passenden und richtigen
Sportschuhen zu kaufen, einen Trainingsanzug mit dem man sich sehen
lassen kann oder bei der Musikschule das passende Instrument.

Auch kann ein Kind dies alles nicht nutzen, wenn es den ÖPNV dazu
braucht. Die Schülerfahrkarte erhält das Kind nur dann, wenn die
Entfernungsgrenzen zur Schule mehr als 2 km in der Grundschule und mehr
als 4 km in den weiterführenden Schulen ist. Darunter liegende Strecken
müssen gelaufen werden. Der Verein und die Musikschule sind aber oft
zentraler gelegen und damit für Kinder ohne Maxx-Ticket unerreichbar.
Geld für die Fahrtkosten des ÖPNV für die wöchentliche Teilnahme am
Musikunterricht oder aber im Sportverein ist bei Eltern von Hartz IV
nicht vorhanden.

Holger Scharff abschließend: „ Die Erklärung der CDU Abgeordneten Marion
Schneid und schulpolitischen Sprecherin der CDU Stadtratsfraktion mit
der sie das Bildungspaket als Erfolg verkaufen will kann so nicht stehen
bleiben. Dies sind auch keine Anfangsschwierigkeiten, sondern klare
Lücken in einem Gesetz das vor Bürokratie geradezu strotzt und eine CDU
Ministerin soziales Handeln dokumentieren will, die Kinder aber davon
wenig haben. „

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EU Arbeitszeitrichtlinie

Content-Type: text/html; charset=ISO-8859-15
Content-Transfer-Encoding: 8bit

Europa Union Ludwigshafen am Rhein:
Kreisvorsitzender Holger Scharff:
„EU-Arbeitszeitrichtlinie darf Ehrenamt nicht einschr

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Steuerehrlichkeit

Steuerehrlichkeit / Einnahmeverbesserung

Sprecher Holger Scharff:
„ Mehr Steuerehrlichkeit durch bessere Kontrollen „

Warum sollen Firmen korrekt ihre Steuern zahlen, wenn sie keine oder nur
wenige Kontrollen fürchten müssen so der Sprecher des Arbeits- und
Gesprächskreis “ Rettet den Sozialstaat “ Holger Scharff.

Scharff fordert mehr Betriebsprüfer / Innen die in den Betrieben und bei
den Großverdienern regelmäßige Kontrollen durchführen und somit dafür
Sorge tragen, dass dem Staat die Steuern zukommen, die diesem auch gehören.

Der Arbeitskreis ist weiterhin der Auffassung, dass der Staat eine
Einnahmeproblem hat, welches durch die Vermögenssteuer und einen
erhöhten Spitzensteuersatz verbessert werden könnte so Scharff.

Die Bürgerinnen und Bürger – die kleinen Leute – müssen Druck machen auf
die regierenden in diesem Lande damit wir nicht immer mehr in eine
soziale Schieflage kommen, die die Reichen reicher macht und die armen
Menschen an den Rande der Gesellschaft drängt.

Scharff: „ Daher mehr Steuerkontrollen, Erhöhung des Spitzensteuersatzes
und Einführung der Vermögenssteuer, dann können wir auch unseren
sozialen Aufgaben gerecht werden. „

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Migrationsberatung

AWO Ludwigshafen:
„ Ein herzliches Willkommen in sieben Sprachen – Migrationsberatung bei
der Arbeiterwohlfahrt Ludwigshafen “

Der Fachdienst für Migration und Integration der Arbeiterwohlfahrt,
Stadtkreisverband Ludwigshafen e.V. in der Maxstraße, setzt bei der
Erstberatung von Zuwanderern auf Mehrsprachigkeit.

Frau M. bekam 2009 ihre erste Aufenthaltserlaubnis und wurde wie alle
Neuzuwanderer durch die Ausländerbehörde gleichzeitig zum Besuch eines
Deutschkurses, „Integrationskurs“ genannt, verpflichtet.

Um heraus zu finden, ob sie mit dem Realschulabschluss aus ihrem
Heimatland in Westafrika in Deutschland ihren Traumberuf Erzieherin
lernen kann, besuchte sie mit einer Mitschülerin aus dem Kurs die
Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt. Da sie zu dieser Zeit erst in
Stufe 1 des Integrationskurses war und noch kaum Deutsch konnte, wurde
sie dort von einer Englisch sprechenden Beraterin unter die Fittiche
genommen.

Nach und nach wurden gemeinsam die zur Bewertung notwendigen Unterlagen
zusammengestellt, Übersetzungen in Auftrag gegeben und schließlich das
ganze Paket zusammen mit einem Lebenslauf an die richtige Behörde
geschickt. Je nach Art des vorgelegten Abschlusses sind es nämlich
verschiedene Stellen, die Bewertungen ausländischer Bildungsabschlüsse
vornehmen.

Im Laufe der Beratung fasste Frau M. mehr und mehr Mut, mit ihrer
Beraterin statt Englisch Deutsch zu sprechen.

Diese Erfahrung machen die MitarbeiterInnen der AWO immer wieder und
freuen sich sehr darüber. Obwohl die KlientInnen sich immer noch
scheuen, ihre Anfänger – Deutschkenntnisse Fremden gegenüber zu
gebrauchen, haben sie diese Ängste in der Beratungsstelle mit dem
vertrauten Gegenüber nicht. Im Gegenteil, sie nutzen die Gespräche, um
ihre aktiven und passiven Sprachkenntnisse zu testen oder sich
Redewendungen und Begriffe, die sie zum Beispiel bei Behörden oder von
Nachbarn aufgeschnappt haben, erklären zu lassen. Manchmal – wenn die
Zeit nicht drängt, weil im Vorzimmer noch mehr Ratsuchende warten –
besteht auch die Möglichkeit, auf Sitten und Gebräuche in Deutschland,
regionale Unterschiede in der neuen Heimat oder auch auf Dialekte
einzugehen und solche Dinge zu erklären. Gerade bei diesen Gesprächen,
so eine Beraterin der AWO, entstehen oft überraschende Einsichten und
erste, neue Heimatgefühle der Klienten.

Schon nach einigen Monaten konnten die Beratungsgespräche mit Frau M.
ganz auf Deutsch geführt werden. Nach 600 Stunden Integrationskurs
bestand sie den Abschluss B 1, das Minimum zur Erteilung einer
unbefristeten Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis genannt, und
danach mit 33 von 33 möglichen Punkten auch den Einbürgerungstest.

Auf die Einbürgerung wird sie allerdings noch eine Weile warten müssen,
dafür sind weitere Hürden zu nehmen, so Holger Scharff, der Vorsitzende
der Arbeiterwohlfahrt. Mindestens acht Jahre muss man hier leben, die
Existenz muss gesichert sein, bis dahin ist es für Frau M. noch ein
weiter Weg.

Mittlerweile ist ihr Schulabschluss als guter Hauptschulabschluss
anerkannt worden, einen B 2 – Deutschkurs hat sie mit sehr gutem Erfolg
absolviert und sie wartet auf die Zulassung zu einer Ausbildung als
Hauswirtschafterin, eine weitere Stufe auf dem Weg zu ihrem Wunschberuf.

Für das Team der Arbeiterwohlfahrt ist der Weg dieser Klientin ein
typischer Fall. „Durch die vielen Sprachen, in denen wir Erstgespräche
anbieten können, haben wir einen direkten Zugang zu unseren Klientinnen
und Klienten. Auch wenn Familienangehörige übersetzen, gehen die Wünsche
und Bedürfnisse der Ratsuchenden selbst häufig unter“, so die Mitarbeiter.

Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt hat bereits vor Jahren auf das
Prinzip der interkulturellen Öffnung gesetzt, das Beherrschen mindestens
einer weiteren Sprache außer der deutschen ist Voraussetzung für eine
Einstellung als BeraterIn für MigrantInnen.

So ist auch das Team in Ludwigshafen bunt gemischt: Frau Cellmer kommt
aus Albanien und bietet Beratung auf Albanisch an, Herr Durusoy kam als
Student aus der Türkei, hat hier sein Diplom als Sozialwissenschaftler
gemacht und spricht bei Bedarf mit seinen Klienten auch Türkisch, was
übrigens von vielen Bulgaren und Makedoniern verstanden wird. Frau
Philipp, die ebenfalls zum Studium aus Marokko kam, kann gleich mit drei
weiteren Sprachen aufwarten: sie spricht neben ihrer Muttersprache
Arabisch auch – wie viele Menschen aus nordafrikanischen Ländern –
perfekt Französisch und außerdem Spanisch.

Frau Khanian Lish berät außer auf Deutsch auch auf Englisch und Türkisch.

Alle MitarbeiterInnen der Arbeiterwohlfahrt beraten ihre Klientinnen und
Klienten nach den Prinzipien des „case-“ bzw. „Fall-managements“ , ein
System der Hilfe zur Selbsthilfe, das, wie im Falle von Frau M.
geschildert, Schritt für Schritt zur Integration in die deutsche
Gesellschaft führt.

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Altersarmut bekämpfen

AWO Ludwigshafen:
„Teilhabe ermöglichen – Altersarmut verhindern“ – Ältere wehren sich
gegen Ausgrenzung und Armut

Zum Thema „Teilhabe ermöglichen – Altersarmut verhindern“ erklärte der
Stadtkreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Ludwigshafen am Rhein Holger
Scharff nach Beschlussfassung des AWO Grundsatzantrages „ Altersarmut
wirksam bekämpfen „ beim AWO Bezirksausschuss Saarland, Pfalz und Rheinland:

„ Unsere Erfahrung zeigt, dass unser Rentensystem den Lebensstandard
sichern und Altersarmut verhindern muss. Bei zu vielen älteren Menschen
hängt es vom Geldbeutel ab, ob sie ehrenamtlich tätig sind, oder für das
Enkelkind noch ein Geschenk kaufen können „ so Holger Scharff.

Die Senioren haben nicht ein Leben lang gearbeitet um jetzt Bittsteller
zu sein. Wir wollen, dass unsere Kinder und Enkelkinder Arbeit haben,
von denen sie leben und eine Alterssicherung aufbauen können. Auch dafür
brauchen wir den Mindestlohn.

Die Arbeiterwohlfahrt sieht in ihrem Motto „Teilhabe ermöglichen –
Altersarmut verhindern“ eine zentrale Herausforderung für eine moderne
Sozialpolitik. Ältere und jüngere Menschen müssen sich auf das
Rentensystem verlassen können.

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